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Revue de presse


16.04.2018

Die neue Präsidentin heißt Ines Kurschat

 

PRESSERAT – Roger Infalt bleibt Generalsekretär
Der Luxemburger Presserat hielt gestern seine konstituierende Vollversammlung ab. Die Mitglieder, Journalisten und Verleger, werden jeweils für eine Mandatszeit von zwei Jahren gewählt. Der austretende Präsident Paul Peckels (Luxemburger Wort) übergab seinen Posten an Ines Kurschat (Association luxembourgeoise des journalistes professionnels/ALJP).
Der scheidende Präsident Paul Peckels zog Bilanz der letzten beiden Jahre. Der Presserat konnte zu gleich mehreren Gesetzesprojekten Gutachten abgeben, so z.B. beim Projekt zum „Antiterrorgesetz“ oder auch zum Transparenzgesetz. Es gab zudem Unterredungen mit dem für die Presse zuständigen Minister Xavier Bettel, mit Mitgliedern der zuständigen Kommission in der Abgeordnetenkammer, usw.  In der 2017 neu gegründeten staatlichen „Commission pour le Soutien au développement de la presse en ligne“ vertritt Generalsekretär Roger Infalt den Presserat während einer Mandatszeit von fünf Jahren.
Was das seit 13 Jahren in der Diskussion stehende Informationszugangsrecht für Journalisten anbelangt, sei man leider keinen Schritt vorangekommen. Es habe sehr wohl Unterredungen mit der betreffenden Abgeordnetenkommission und Minister Xavier Bettel gegeben, doch ohne Erfolg. Daraus resultierend habe der Presserat im August 2016 selbst einen Vorschlag zu einem Gesetzprojekt eingereicht, das man in Zusammenarbeit mit Me Nic Decker ausgearbeitet hatte und das eine Verankerung des Informationszugangsrechts für Journalisten im Pressegesetz („Loi sur la liberté d’expression dans les médias“) vorsieht. Sehr enttäuscht gibt sich der Presserat darüber, dass auch hierzu eine Reaktion der Politik bis dato ausblieb.   
Sehr viel Zeit und Arbeit habe der Presserat in wichtige Projekte wie z.B. die „Semaine de la Presse“ und den „Concours jeune journaliste“ in den Schulen Luxemburgs investiert. Hier konnte im vergangenen Jahr eine Konvention mit dem SCRIPT und dem Unterrichtsministerium unterzeichnet werden, was die Organisation dieser Projekte wesentlich verbessere. Ein erster Erfolg dieser Zusammenarbeit sei der diesjährige „Concours jeune journaliste“ gewesen, an dem sich über 70 Klassen aus Grundschulen und Lyzeen beteiligten.
Neue Zusammensetzung
Nach den gestern stattgefundenen Wahlen setzt sich das Führungsgremium des Presserates nun wie folgt zusammen: Präsidentin: Ines Kurschat (ALJP); Generalsekretär: Roger Infalt (ALJP); Vizepräsidenten: Paul Peckels (Luxemburger Wort) und Bérengère Beffort (ALJP); Kassierer: Christophe Langenbrink (ALJP); Mitglieder: Luc Caregari (ALJP), Claude Karger (Lëtzebuerger Journal) und Emmanuel Fleig (Edita s.a.).
In die Vollversammlung wurden folgende Journalisten und Verleger gewählt: François Aulner, Bérengère Beffort, Luc Caregari, André Dübbers, Jean-Claude Ernst, Philippe Hammelmann, Roger Infalt, Ines Kurschat, Christophe Langenbrink, Christian Muller, Carole Schimmer, Jean-Paul Schneider, Robert Schneider, Marc Willière, Ingo Zwank (alle ALJP), Roland Arens (Télécran), Emmanuel Fleig (Edita s.a.), Danièle Fonck (Tageblatt), David Gloesener (Eldoradio), Christophe Goossens (RTL), Richard Graf (Woxx), Romain Hilgert (Lëtzebuerger Land), Jacques Hillion (Le Jeudi), Jean-Paul Hoffmann (radio 100,7), Claude Karger (Lëtzebuerger Journal), Mike Koedinger (Maison Moderne), Paul Peckels (Luxemburger Wort), Ali Ruckert (Zeitung vum Lëtzbuerger Vollek) und Alvin Sold (Le Quotidien). Auf der Verlegerseite bleibt noch ein Posten zu besetzen.
Die Kommission zur Vergabe der Pressekarten setzt sich künftig aus Ines Kurschat, Präsidentin, Robert Schneider, Roland Arens, André Dübbers, Marc Willière, Claude Karger und Richard Graf zusammen. Die Beschwerdekommission besteht aus Pierre Gehlen (Präsident), Danièle Fonck, Mike Koedinger, Jean-Paul Schneider und Guy Wolff. In der Berufungskommission tagen Jean Feyder (Präsident), Luc Caregari, Jacques Hillion, Carole Schimmer und Alvin Sold.
Nach der Besetzung weiterer Kommissionen des Presserates erläuterte die neue Präsidentin kurz die wichtigsten Punkte für die anstehende Mandatszeit. Das Informationszugangsrecht für Journalisten bleibe natürlich ein Hauptthema, zu dem die Journalistenvereinigung ALJP auch weitere Aktionen für die kommenden Monate plane. Zum Thema „Schutz der Whistleblower“ liege auch genug Diskussionsstoff vor, und auch in Sachen „Druck auf die Presse“ (z.B. von Seiten der Wirtschaft und auch der Politik) solle man reagieren. 
„In vielen Ländern versuchen Politiker,  Medien unter ihre Kontrolle zu bringen. In Luxemburg sind wir diesbezüglich noch recht behütet. Noch! Denn der Ligitimitätsverlust ist auch hier spürbar. Auch hier gibt es populistische Tendenzen und auch hier wird es wegen der sozialen Medien immer schwieriger, zwischen Fakten und Propaganda oder falschen Nachrichten zu unterscheiden. Umso wichtiger ist es, schon die junge Generation über die Bedeutung der Medien aufzuklären. Es freut mich zu sehen, dass die Zusammenarbeit mit den Akteuren in punkto Medienerziehung sich doch deutlich verbessert hat. Ebenso wichtig ist es aber auch, dass wir uns selbst an unsere Mission erinnern und unsere Werte vergegenwärtigen: Der Pressekodex setzt nicht umsonst hohe Standards an die Arbeit professioneller Medienschaffenden. Der Presserat mit seiner Beschwerdestelle wacht darüber, dass diese eingehalten werden. Vielleicht wäre es gut, diese Arbeit auch noch sichtbarer zu machen. Auch um der Skepsis, die den Medien zunehmend entgegengebracht wird, mit dem Nachweis einer funktionierenden Autoregulation zu begegnen“, so Ines Kurschat weiter.
In vielen Dossiers sieht die Präsidentin neue Chancen und Perspektiven Dank der vor wenigen Monaten in Kraft getretenen Fusion der drei Journalistenvereinigung ALJ, UJL und SJ-L, die sich nun unter der Bezeichnung  „Association luxembourgeoise des journalistes professionnels – ALJP“ für die Interessen aller Journalisten einsetzt. „Ich wünsche dem neuen Verband viel Glück auf seinem Weg. Denn starke Journalisten, die ihre Interessen kennen und zu verteidigen wissen, sind auch im Interesse der Verleger und der Medienarbeit insgesamt,“ so Ines Kurschat abschließend.

PRESSERAT – Roger Infalt bleibt Generalsekretär

Der Luxemburger Presserat hielt gestern seine konstituierende Vollversammlung ab. Die Mitglieder, Journalisten und Verleger, werden jeweils für eine Mandatszeit von zwei Jahren gewählt. Der austretende Präsident Paul Peckels (Luxemburger Wort) übergab seinen Posten an Ines Kurschat (Association luxembourgeoise des journalistes professionnels/ALJP).

Der scheidende Präsident Paul Peckels zog Bilanz der letzten beiden Jahre. Der Presserat konnte zu gleich mehreren Gesetzesprojekten Gutachten abgeben, so z.B. beim Projekt zum „Antiterrorgesetz“ oder auch zum Transparenzgesetz. Es gab zudem Unterredungen mit dem für die Presse zuständigen Minister Xavier Bettel, mit Mitgliedern der zuständigen Kommission in der Abgeordnetenkammer, usw.  In der 2017 neu gegründeten staatlichen „Commission pour le Soutien au développement de la presse en ligne“ vertritt Generalsekretär Roger Infalt den Presserat während einer Mandatszeit von fünf Jahren.

Was das seit 13 Jahren in der Diskussion stehende Informationszugangsrecht für Journalisten anbelangt, sei man leider keinen Schritt vorangekommen. Es habe sehr wohl Unterredungen mit der betreffenden Abgeordnetenkommission und Minister Xavier Bettel gegeben, doch ohne Erfolg. Daraus resultierend habe der Presserat im August 2016 selbst einen Vorschlag zu einem Gesetzprojekt eingereicht, das man in Zusammenarbeit mit Me Nic Decker ausgearbeitet hatte und das eine Verankerung des Informationszugangsrechts für Journalisten im Pressegesetz („Loi sur la liberté d’expression dans les médias“) vorsieht. Sehr enttäuscht gibt sich der Presserat darüber, dass auch hierzu eine Reaktion der Politik bis dato ausblieb.   

Sehr viel Zeit und Arbeit habe der Presserat in wichtige Projekte wie z.B. die „Semaine de la Presse“ und den „Concours jeune journaliste“ in den Schulen Luxemburgs investiert. Hier konnte im vergangenen Jahr eine Konvention mit dem SCRIPT und dem Unterrichtsministerium unterzeichnet werden, was die Organisation dieser Projekte wesentlich verbessere. Ein erster Erfolg dieser Zusammenarbeit sei der diesjährige „Concours jeune journaliste“ gewesen, an dem sich über 70 Klassen aus Grundschulen und Lyzeen beteiligten.

Neue Zusammensetzung

Nach den gestern stattgefundenen Wahlen setzt sich das Führungsgremium des Presserates nun wie folgt zusammen: Präsidentin: Ines Kurschat (ALJP); Generalsekretär: Roger Infalt (ALJP); Vizepräsidenten: Paul Peckels (Luxemburger Wort) und Bérengère Beffort (ALJP); Kassierer: Christophe Langenbrink (ALJP); Mitglieder: Luc Caregari (ALJP), Claude Karger (Lëtzebuerger Journal) und Emmanuel Fleig (Edita s.a.).

In die Vollversammlung wurden folgende Journalisten und Verleger gewählt: François Aulner, Bérengère Beffort, Luc Caregari, André Dübbers, Jean-Claude Ernst, Philippe Hammelmann, Roger Infalt, Ines Kurschat, Christophe Langenbrink, Christian Muller, Carole Schimmer, Jean-Paul Schneider, Robert Schneider, Marc Willière, Ingo Zwank (alle ALJP), Roland Arens (Télécran), Emmanuel Fleig (Edita s.a.), Danièle Fonck (Tageblatt), David Gloesener (Eldoradio), Christophe Goossens (RTL), Richard Graf (Woxx), Romain Hilgert (Lëtzebuerger Land), Jacques Hillion (Le Jeudi), Jean-Paul Hoffmann (radio 100,7), Claude Karger (Lëtzebuerger Journal), Mike Koedinger (Maison Moderne), Paul Peckels (Luxemburger Wort), Ali Ruckert (Zeitung vum Lëtzbuerger Vollek) und Alvin Sold (Le Quotidien). Auf der Verlegerseite bleibt noch ein Posten zu besetzen.

Die Kommission zur Vergabe der Pressekarten setzt sich künftig aus Ines Kurschat, Präsidentin, Robert Schneider, Roland Arens, André Dübbers, Marc Willière, Claude Karger und Richard Graf zusammen. Die Beschwerdekommission besteht aus Pierre Gehlen (Präsident), Danièle Fonck, Mike Koedinger, Jean-Paul Schneider und Guy Wolff. In der Berufungskommission tagen Jean Feyder (Präsident), Luc Caregari, Jacques Hillion, Carole Schimmer und Alvin Sold.

Nach der Besetzung weiterer Kommissionen des Presserates erläuterte die neue Präsidentin kurz die wichtigsten Punkte für die anstehende Mandatszeit. Das Informationszugangsrecht für Journalisten bleibe natürlich ein Hauptthema, zu dem die Journalistenvereinigung ALJP auch weitere Aktionen für die kommenden Monate plane. Zum Thema „Schutz der Whistleblower“ liege auch genug Diskussionsstoff vor, und auch in Sachen „Druck auf die Presse“ (z.B. von Seiten der Wirtschaft und auch der Politik) solle man reagieren. 

„In vielen Ländern versuchen Politiker,  Medien unter ihre Kontrolle zu bringen. In Luxemburg sind wir diesbezüglich noch recht behütet. Noch! Denn der Ligitimitätsverlust ist auch hier spürbar. Auch hier gibt es populistische Tendenzen und auch hier wird es wegen der sozialen Medien immer schwieriger, zwischen Fakten und Propaganda oder falschen Nachrichten zu unterscheiden. Umso wichtiger ist es, schon die junge Generation über die Bedeutung der Medien aufzuklären. Es freut mich zu sehen, dass die Zusammenarbeit mit den Akteuren in punkto Medienerziehung sich doch deutlich verbessert hat. Ebenso wichtig ist es aber auch, dass wir uns selbst an unsere Mission erinnern und unsere Werte vergegenwärtigen: Der Pressekodex setzt nicht umsonst hohe Standards an die Arbeit professioneller Medienschaffenden. Der Presserat mit seiner Beschwerdestelle wacht darüber, dass diese eingehalten werden. Vielleicht wäre es gut, diese Arbeit auch noch sichtbarer zu machen. Auch um der Skepsis, die den Medien zunehmend entgegengebracht wird, mit dem Nachweis einer funktionierenden Autoregulation zu begegnen“, so Ines Kurschat weiter.

In vielen Dossiers sieht die Präsidentin neue Chancen und Perspektiven Dank der vor wenigen Monaten in Kraft getretenen Fusion der drei Journalistenvereinigung ALJ, UJL und SJ-L, die sich nun unter der Bezeichnung  „Association luxembourgeoise des journalistes professionnels – ALJP“ für die Interessen aller Journalisten einsetzt. „Ich wünsche dem neuen Verband viel Glück auf seinem Weg. Denn starke Journalisten, die ihre Interessen kennen und zu verteidigen wissen, sind auch im Interesse der Verleger und der Medienarbeit insgesamt,“ so Ines Kurschat abschließend.

 

(Foto: Guy Jallay - Luxemburger Wort)